Alles in allem ein derzeit fast unbenutztes Stück Land, dass nur auf die zündende Idee wartet, gewinnbringend genutzt zu werden. Derzeit bietet es neben dem Grün, einigen Gartenkräutern, Blumen, Fruchtbäumen und anderem auch eine stetig wachsende Geflügelfamilie - eine Mischung aus Truthahn, Gans, Huhn und Ente von beachtlicher Größe. Auch ein wachsamer Hund, eine viel zu dünne gelbe Katze sowie ein rotes Tuctuc stehen auf dem Land. Vor Blicken schützt die hohe Mauer um das gesamte Grundstück herum. Mich quartiert man in seinem Zimmer ein und stellt mir alle vor: Frau, Mutter, Tante, Onkel. Alle finden in dem 4 Zimmer-Haus ausreichend Platz. Ganz wohl ist mir bei internen Umzugsaktionen von Familienmitgliedern nie. Aber auch hier wurde drauf bestanden, dass ich mich ganz wie zuhause fühlen sollte. Für meinen emotionalen Ausgleich stapfe ich heute also erst einmal in den Ort kaufe für die Familie ein. Für 5 Köpfe Basislebensmittel einzukaufen ist eine ganz neue Erfahrung für mich und ich bin etwas unsicher, was die Mengen angeht. Statt einem 25kg Reissack entscheide ich mich zugunsten meines Rückens also für einen 10kg schweren Reissack. Denn immerhin kommen noch weitere ab 5kg Portionen in meinem Rucksack und in Extraplastiktüten dazu. Gern erledige ich die Einkäufe auf dem Montagswochenmark und erlebe fantastische Bilder! Buntes und lautes Treiben an den Gemüseständen und schnelles Abwiegen mit Bleigewichten. So etwas macht wirklich Spaß!

Natürlich folgte der Einkauf heute erst nach einem ausgiebigen Strandspaziergang am Bentota Beach, der für seine Ausmaße und Schönheit bekannt ist. Das dunstige Wetter allerdings ließ etwas von den Farben zu wünschen übrig, die ich mit Sri Lanka in Verbindung bringe. Goldener Sand, kräftig grüner Bodenbewuchs unter den Bäumen und blaues Meer mit aufgewühltem Sand in den heranrollenden sich brechenden Wellen. Heute erscheint alles in abgeschwächten Tönen, was das Treiben am heutigen Unabhängigkeitstag Sri Lankas aber keinen Abbruch tut. Familien baden, toben, schwimmen, picknicken, laufen umher, klettern über die großen runden Felsen, die an die Seychellen erinnern. Ich werde auch nur moderat angesprochen und nicht von Händlern belästigt - bzw. den sogenannten Beachboys, die alles zum Verkauf anbieten. Wenige Touristen zeigen sich an den Stränden meist auf ihrem Hotelgelände, so dass der Bentota Beach einen angenehm lokalen Eindruck hinterlässt. 2h verbringe ich am Meer, wie meist zuerst aufs Meer schauend, um meinen Akku zu laden. Die unbeschreibliche positive Energie, die vom Meer aus geht und mich immer magisch anzieht, ist mein Lebenselexier.

Nur der bevorstehende Einkauf - die "Versorgung einer singhalesischen Familie" hält mich davon ab, bis zum Sonnenuntergang dort sitzen zu bleiben, um die Wellenbrecher zu beobachten. Auch ein schönes Gefühl. Eine sinnvolle Aufgabe nach der Gängelei auf Soneva Fushi kommt mir gerade recht. Diese Familie hängt von dem Einkommen ihres Oberhauptes ab, der auf Soneva Fushi für hiesige Verhältnisse viel Geld verdient und damit alle ernährt. Es geht nicht um Eitelkeiten oder Selbstverwirklichung, sondern um das grundsätzliche Leben derzeit noch zweier Generationen. Auch ein Grund, warum ich mich auf andere Welten geprallt fühle. Denn für mich geht es immer ausschließlich um meine Existenz, wenn ich unterwegs bin. Ich brauche mich um niemanden zu kümmern, außer für Freunde, die sich auf Reisen sowieso immer gegenseitig unterstützen. Aber hier im Urlaub ging ich auf Sightseeing und Urlaubsorganisation - das ist alles. So ganz packt es mich auch nicht wirklich mehr. Ähnlich wie mit dem Tauchlehrerjob, bleibt die sonst so bekannte Euphorie, ein Land zu entdecken aus. Nur teilweise hängt es damit zusammen, dass ich hier schon vor 5,5 Jahren war. Denn es gibt immer neues zu entdecken, was diesmal klares Ziel ist. Die Plätze zu sehen, die damals aufgrund des Kriegs mit den Tamil Tigers verwehrt geblieben ist. Die Zeit wird es sicher noch mit sich bringen.
Ergo: Auf dem Plan steht ein Tag mehr entspannen, dann mit dem Zug nach Kandy, um dort das Visum für Indien zu beantragen und Sigyria zu besuchen - dem berühmtesten antiken Felsen des Landes - sowie rüber zur Ostküste zu schauen, wo Kalkudah mit Kitesurfen und ganz anderer Lanschaft lockt! Die Insel bietet jetzt nach Kriegsende unendlich Potential und steckt mit ihrer Entwicklung noch in den Kinderschuhen. Naturparadiese gibt es flächendeckend! Auf gehts! Mal sehen, was diesmal alles passiert :-)
My adventures at the worlds' amazing places such as Bonaire, Dominica W.I., Mexico, Egypt, Maldives, Hawaii, Belize, Bali, Sri Lanka etc., I share with this blog! Since 2008 I travel the world and love to move into my next adventure! Life is beautiful and never stands still! Happiness, Freedom, Enriching Experiences, Stunning Landscapes and Marine Life as well as lots of Amazing Human Beings have been the treasures along my privileged pathway! Enjoy reading and feel free to get in touch :-)
Monday, February 04, 2013
Sri Lanka - Beruwela
Saturday, February 02, 2013
Durchatmen in Male - nach knapp 6 Monaten Insel
Mit Meerblick auf meiner Bed & Breakfast-Pensionsdachterrasse bei englischem Frühstück realisiere ich gerade meine Rückkehr in mein Leben: Freiheit, Reisen, Würde. Als ich gestern in Male ankam, um nun meinen Urlaub anzutreten, beschlich mich ein Gefühl des Wiedererhalts von lange verwehrter Freiheit, damit verbundene Entspannung und Ratlosigkeit, was ich aufeinmal mit meinem Dasein ohne täglichen Gängelns eines Kleinunternehmers anfangen soll. Ähnlich musste sich jemand fühlen, der nach langer Zeit aus dem Gefängnis entlassen wurde, um "draußen" seine ersten Wiedereinbürgerungsschritte zu versuchen.
Inselleben auf einer kleinen Malediveninsel - und Soneva gehört zu den größeren - kam einem Gefängnisleben gleich. Nicht weil die Insel selbst so anstrengend war. Sondern weil der Mikrokosmos Tauchschule auf diesem kleinen Flecken Land in dieser aus 90% Meer bestehenden Islamrepublik meine Existenz nur schwer erträglich gemacht hatte. Das Resort selbst bot viele Annehmlichkeiten für uns. Für alles ist gesorgt: Verpflegung, Einzelunterkunft, Wäsche, sogar Zimmerservice, Getränke - alles ist for free! Unsere Tauchschultruppe bewohnte ein separates haus am Strand und verfügte darin über eine eigene Küche und einen Garten zum täglichen Frühstück. Was ich anfangs ganz toll fand. Sehr bald fand ich es besser, so oft wie möglich länger zu schlafen anstatt am Frühstück mit denen teilzunehmen, die morgendliche Bootstauchgänge hatten. Denn mein Job verlief ohne einen einzigen freien Tag - knapp 6 Monate lang - was auf den Malediven illegal ist. Doch: "Who cares?"! Hin und wieder fielen halbe freie Tage ab, in denen jedoch erwartet wurde, dass man diese im Shop verbringt und nur nach Absprache mal außerhalb, um mal etwas anderes zu sehen als Gäste, Flossen und Anmeldeformulare. Diese Politik des sich nicht-zurückziehen-könnens machte mir den Aufenthalt in diesem eh sehr angespannten Mikrokosmos besonders schwer. Nicht die Arbeit an sich - Tauchgänge hatten wir nicht viele - machte mir zu schaffen. In Mexiko durfte ich 3x bis 4x soviel arbeiten - hatte aber immer den 7. Tag frei. Der Tauchbetrieb glich eher einer Ferienveranstaltung, die sich jeden Tag kaugummiartig hinzog. Es war die Politik, die Falschheit - ein Phänomen der Malediven - des sich besonders Wichtigfühlens - ein Phänomen der Tauchbranche - das fehlende "Nachhausegehen" zwecks Abschalten des Geistes und das ständige Umgebensein mit Kollegen und dem Tauchschulinhaber. Gespräche drehten sich zu 95% nur um den Betrieb und die Gäste - auch nach Feierabend, vor Arbeitsbeginn beim Frühstück und während der gemeinsamen Mittagspausen. 7 Tage die Woche, 24h am Tag umgeben zu sein mit dem Thema Arbeit und den gleichen Menschen ist das Anstrengendste auf dieser Insel gewesen. Schnelle hatte ich mir Lücken gesucht, mich mit Resortkollegen zum Essen getroffen oder zum Diner oder in der Hostbar - einfach um andere Themen und Menschen um mich herum zu haben. Dieses Flüchten in eine andere Welt wurde mehr und mehr zu meiner Überlebensstrategie.
Leider geriet ich dadurch in einen Teufelskreis. Denn die Kollegen beäugten meine Selbstständigkeit mit Argusaugen und bekannen zu reden. Natürlich! Ein weiteres Maledivenphänomen! Da machte jemand etwas anders als sie und das gefiel gar nicht. Tja, Leute, Pech gehabt. So gewann ich gute Kontakte und neue Freunde außerhalb dieser seltsamen Tauchveranstaltung sowie erhielt Kenntnis von dem schlechten Ruf der Soleni Tauchschule auf der Insel. Viele Kollegen aus unterschiedlichen Ebenen, Hierarchien, Ländern betätigten mein Erleben durch ihre Sicht: Soleni ist schwierig, die Tauchlehrer integrieren sich nicht, der Inhaber unternimmt Aktionen auf eigene Faust gegen die Resortpolitik, die interne Kommunikation ist eine Katastrophe und und und.... Mir kamen diese Informationen ja mehr als bekannt vor und ich war froh, dieses Feedback aus verschiedenen Richtungen zu erhalten. Doch was ist es, was ein so kleines "Team" von 5 Leuten so schwierig macht?

Begonnen mit dem Fakt, dass es 2 Chefs gab. Den Inhaber und die Zweite von ihm ernannte "Chefin", die sich besonders als solche aufspielte, indem sie sogar seine Entscheidungen umwarf und Dinge anders organisierte. Nie wusste man, welche Aussage galt. Lustig die Vorstellung, dass 60% des Teams Chef war!! Damit kann kein Großkonzern mithalten! Der Rest war leiert mit den Chefs bzw. trat aus der Leibeigenenrolle - meine Wenigkeit. Neben der Zweitbeziehung zwischen dem sonst Familien verheirateten Eigentümer und der russischen zuhause verheirateten Kollegin war die Zweite leiert mit dem vierten Tauchlehrer - das Paar, das die russische Gespielin abgrundtief verachtete, aber ihr größte Freundschaft vorgaukelte - auf laute italienische Art. Ich arbeite also im Prinzip mit zwei Paaren, deren Mitspieler sich alle als Chefs fühlten. Also meinten 4 Personen die Art vorgeben zu können, wie welches Formular wann wohin abgeheftet werden sollte. Es war absurder als in dem Kinderspiel, in dem zwei vierjährige Teilnehmer Postamt spielten. Meine Geduld habe ich lange auf die Probe stellen lassen und diese Schraubstockkultur mit einem inneren Augenzwinkern, dem Blick auf interkulturelle-Kulturerfahrung sowie Mitleid für ausgeprägtes Kurzsichtdenken und für offensichtliche Existenzangst bei den Akteuren über mich ergehen lassen. Denn Tauchschulbetrieb ist alles, was diese Menschen in ihrem Leben haben. Sie haben noch nie etwas anderes gemacht und können auch zu nichts anderem übergehen. Diese Erkenntnis lies mich erschrecken und erleichtert fühlen. Denn mein Tauchlehrerdasein sollte mir immer nur als Mittel zum Zweck dienen, in anderen Ländern leben und so Kulturerfahrungen sammeln zu können. Diese Erfahrungen sind in der Lehre zuhause viel wert!

Also betrachte ich meine Arbeit bei Soleni rückblickend mit einem friedlichen und wissendem Auge. Einiges dort hatte ich schon woanders erlebt. Die eine solche Konzentration des Negativen allerdings nur dort. Schon nach meinem ersten Monat hatte ich bekanntgegeben, dass dies mein letzter Job als Reisegerätetauchlehrerin sein würde. Eine für mich beruhigende Erkenntnis, die mein überraschter "Chef" da entgegennehmen sollte. Weitere Kritik bezüglich der internen Atmosphäre und gegen sein Team sollte einen weiteren Monat später ebenfalls von mir entgegennehmen. Was ihn mit noch größerer Überraschung traf. Es war für ihn neu, dass jemand in seinem Team Dinge aussprach und beim Namen nannte. Die Kultur dort ist ansonsten durch absolute Unehrlichkeit geprägt - durch das Reden hinter dem Rücken der anderen und dem Vorgeben falscher Tatsachen. Für mich ein Leben ohne Würde. Der beste Grund gegen einen solchen Lifestyle.
Ergo, der Preis war hoch, den ich für den für Tauchlehrerverhältnisse guten Verdienst bezahlt habe. Ich verbrachte meine Zeit in einem Naturparadies mit einem Job, der erstmals fast komplett spaßbefreit und von Negativität geprägt war. Ohne die guten Kontakte zu einigen Kollegen im Resort wären mir die Nerven vollständig durchgegangen. Ohne die Bestätigung aus einigen Reihen, dass mein Eindruck auch von den anderen Inselmitarbeitern sowie dem Management wahrgenommen worden war, noch mehr. Doch was bleibt, ist eine wichtige Erfahrung einen Maledivenjob für 6 Monate ausgehalten zu haben. Ein Traum war damit erfüllt und ich habe diesen auf meiner Liste "Lebe Deine Träume" abgehakt. Heute bin ich heilfroh, in Freiheit auf meiner Dachterrasse sitzen zu können und gleich meine Weiterreise innerhalb Südasiens organisieren zu dürfen! Juhuuu!!!
Inselleben auf einer kleinen Malediveninsel - und Soneva gehört zu den größeren - kam einem Gefängnisleben gleich. Nicht weil die Insel selbst so anstrengend war. Sondern weil der Mikrokosmos Tauchschule auf diesem kleinen Flecken Land in dieser aus 90% Meer bestehenden Islamrepublik meine Existenz nur schwer erträglich gemacht hatte. Das Resort selbst bot viele Annehmlichkeiten für uns. Für alles ist gesorgt: Verpflegung, Einzelunterkunft, Wäsche, sogar Zimmerservice, Getränke - alles ist for free! Unsere Tauchschultruppe bewohnte ein separates haus am Strand und verfügte darin über eine eigene Küche und einen Garten zum täglichen Frühstück. Was ich anfangs ganz toll fand. Sehr bald fand ich es besser, so oft wie möglich länger zu schlafen anstatt am Frühstück mit denen teilzunehmen, die morgendliche Bootstauchgänge hatten. Denn mein Job verlief ohne einen einzigen freien Tag - knapp 6 Monate lang - was auf den Malediven illegal ist. Doch: "Who cares?"! Hin und wieder fielen halbe freie Tage ab, in denen jedoch erwartet wurde, dass man diese im Shop verbringt und nur nach Absprache mal außerhalb, um mal etwas anderes zu sehen als Gäste, Flossen und Anmeldeformulare. Diese Politik des sich nicht-zurückziehen-könnens machte mir den Aufenthalt in diesem eh sehr angespannten Mikrokosmos besonders schwer. Nicht die Arbeit an sich - Tauchgänge hatten wir nicht viele - machte mir zu schaffen. In Mexiko durfte ich 3x bis 4x soviel arbeiten - hatte aber immer den 7. Tag frei. Der Tauchbetrieb glich eher einer Ferienveranstaltung, die sich jeden Tag kaugummiartig hinzog. Es war die Politik, die Falschheit - ein Phänomen der Malediven - des sich besonders Wichtigfühlens - ein Phänomen der Tauchbranche - das fehlende "Nachhausegehen" zwecks Abschalten des Geistes und das ständige Umgebensein mit Kollegen und dem Tauchschulinhaber. Gespräche drehten sich zu 95% nur um den Betrieb und die Gäste - auch nach Feierabend, vor Arbeitsbeginn beim Frühstück und während der gemeinsamen Mittagspausen. 7 Tage die Woche, 24h am Tag umgeben zu sein mit dem Thema Arbeit und den gleichen Menschen ist das Anstrengendste auf dieser Insel gewesen. Schnelle hatte ich mir Lücken gesucht, mich mit Resortkollegen zum Essen getroffen oder zum Diner oder in der Hostbar - einfach um andere Themen und Menschen um mich herum zu haben. Dieses Flüchten in eine andere Welt wurde mehr und mehr zu meiner Überlebensstrategie.
Leider geriet ich dadurch in einen Teufelskreis. Denn die Kollegen beäugten meine Selbstständigkeit mit Argusaugen und bekannen zu reden. Natürlich! Ein weiteres Maledivenphänomen! Da machte jemand etwas anders als sie und das gefiel gar nicht. Tja, Leute, Pech gehabt. So gewann ich gute Kontakte und neue Freunde außerhalb dieser seltsamen Tauchveranstaltung sowie erhielt Kenntnis von dem schlechten Ruf der Soleni Tauchschule auf der Insel. Viele Kollegen aus unterschiedlichen Ebenen, Hierarchien, Ländern betätigten mein Erleben durch ihre Sicht: Soleni ist schwierig, die Tauchlehrer integrieren sich nicht, der Inhaber unternimmt Aktionen auf eigene Faust gegen die Resortpolitik, die interne Kommunikation ist eine Katastrophe und und und.... Mir kamen diese Informationen ja mehr als bekannt vor und ich war froh, dieses Feedback aus verschiedenen Richtungen zu erhalten. Doch was ist es, was ein so kleines "Team" von 5 Leuten so schwierig macht?
Begonnen mit dem Fakt, dass es 2 Chefs gab. Den Inhaber und die Zweite von ihm ernannte "Chefin", die sich besonders als solche aufspielte, indem sie sogar seine Entscheidungen umwarf und Dinge anders organisierte. Nie wusste man, welche Aussage galt. Lustig die Vorstellung, dass 60% des Teams Chef war!! Damit kann kein Großkonzern mithalten! Der Rest war leiert mit den Chefs bzw. trat aus der Leibeigenenrolle - meine Wenigkeit. Neben der Zweitbeziehung zwischen dem sonst Familien verheirateten Eigentümer und der russischen zuhause verheirateten Kollegin war die Zweite leiert mit dem vierten Tauchlehrer - das Paar, das die russische Gespielin abgrundtief verachtete, aber ihr größte Freundschaft vorgaukelte - auf laute italienische Art. Ich arbeite also im Prinzip mit zwei Paaren, deren Mitspieler sich alle als Chefs fühlten. Also meinten 4 Personen die Art vorgeben zu können, wie welches Formular wann wohin abgeheftet werden sollte. Es war absurder als in dem Kinderspiel, in dem zwei vierjährige Teilnehmer Postamt spielten. Meine Geduld habe ich lange auf die Probe stellen lassen und diese Schraubstockkultur mit einem inneren Augenzwinkern, dem Blick auf interkulturelle-Kulturerfahrung sowie Mitleid für ausgeprägtes Kurzsichtdenken und für offensichtliche Existenzangst bei den Akteuren über mich ergehen lassen. Denn Tauchschulbetrieb ist alles, was diese Menschen in ihrem Leben haben. Sie haben noch nie etwas anderes gemacht und können auch zu nichts anderem übergehen. Diese Erkenntnis lies mich erschrecken und erleichtert fühlen. Denn mein Tauchlehrerdasein sollte mir immer nur als Mittel zum Zweck dienen, in anderen Ländern leben und so Kulturerfahrungen sammeln zu können. Diese Erfahrungen sind in der Lehre zuhause viel wert!
Also betrachte ich meine Arbeit bei Soleni rückblickend mit einem friedlichen und wissendem Auge. Einiges dort hatte ich schon woanders erlebt. Die eine solche Konzentration des Negativen allerdings nur dort. Schon nach meinem ersten Monat hatte ich bekanntgegeben, dass dies mein letzter Job als Reisegerätetauchlehrerin sein würde. Eine für mich beruhigende Erkenntnis, die mein überraschter "Chef" da entgegennehmen sollte. Weitere Kritik bezüglich der internen Atmosphäre und gegen sein Team sollte einen weiteren Monat später ebenfalls von mir entgegennehmen. Was ihn mit noch größerer Überraschung traf. Es war für ihn neu, dass jemand in seinem Team Dinge aussprach und beim Namen nannte. Die Kultur dort ist ansonsten durch absolute Unehrlichkeit geprägt - durch das Reden hinter dem Rücken der anderen und dem Vorgeben falscher Tatsachen. Für mich ein Leben ohne Würde. Der beste Grund gegen einen solchen Lifestyle.
Monday, January 21, 2013
Schildkröten-Rettungsaktion in Daravandhoo!
Es sollte ein schöner Nachmittagstauchgang an meinem Lieblingstauchplatz Daravandhoo werden. Die Sonne schien, was war windig, die Konditionen schienen gut zu sein. Auf dem Weg erkannten wir jedoch bereits auf der Oberfläche stetig unregelmäßige Verwirbelungen, die für stärkere Strömungen sprachen. Nun denn, Strömungen sind in Ordnung, nur ärgerlich, wenn man sie von vorn hat. Doch mich schrecken diese nicht, sondern machen eher Spaß! Also mache ich mich mit Kalhara zum ersten Spaßtauchgang nach seiner heutigen Brevetierung auf und springe ins Blau. Gleich zieht es uns über die Sandfläche hin zur Riffkante. An diese anschließend lassen wir uns an der Riffwand absinken, um dem Sog zu entgehen. Ein gemütlicher Drifttauchgang beginnt. Überhänge, Riffbrocken, Sandflächen, Spalten, Erhebungen und ewiges Blau allerdings durchmischt mit aufgewirbelten Sand, der die Sichtweite erheblich einschränkt.
Tuesday, January 15, 2013
Jogi zu Besuch
Einige Tage besucht uns Jogi Löw auf der Insel und erklärt sich zum wiederholten Mal bereit, selbst in einem Fußballspiel zwischen unserem Inselstaff und der Nachbarinsel mitzuspielen. Leider musste ich das Spiel wegen eines Tauchganges verpassen, bin jedoch nach Rückkehr gleich zum Platz im Staffbereich geradelt, um wenigstens einen Versuch zu starten, noch das Ende des Spiels zu sehen. Doch leider just im gleichen Augenblick, als ich ankam, war es abgepfiffen worden. Dennoch gelingt das Treffen mit DEM COACH. Dank Tim, dem Resortmanager, der mich vorstellt und so direkt in eine lustige Unterhaltung überleitet und einer wachen Kollegin kommt es zu diesem hier sichtbaren Schnappschuss entstanden! Und was soll ich sagen: Jogi ist cool, locker, entspannt und musste sich erstmal setzen nach all der Anstrengung. Zum Tauchen konnte ich ihn allerdings nicht wirklich überreden.... Nächstes Mal :-)
Ende einer PADI Instructor Tour...
Wednesday, January 02, 2013
Silvester 2012 auf Soneva am Morgen danach...
Nicht wie manch anderer hier fand ich gut nachhause und konnte den 1.1. des neuen harmonischen Jahres 2013 ausschlafen und erst am Nachmittag arbeiten. David ward lange vermisst an diesem Tag aber hatte sich abends dann doch irgendwo wieder angefunden und im Spa zur Akupunkturbehandlung eingefunden. Nachts auf der Tanzfläche ergaben sich spontane Überraschungen - nicht immer zu jedermanns Freude - sowie lustige Szenen und interessante, wenn man bedenkt, dass die Malediver nichts trinken dürfen. Doch man sollte die Dinge nicht so eng sehen und immer Fünfe grade sein lassen....
Tuesday, January 01, 2013
Gen Jahresende auf Soneva
Scuba weicht Free
Mikroprivatleben auf einer 1,4 x 0,3 km großen Insel im indischen Ozean
Alles muss raus...
So beginnt morgen nun der vorletzte Tag des Jahres 2012 und ich beginne einen neuen Freitauchkurs mit 3 Schülern und beende einen weiteren noch laufenden Kurs für einen Schüler. Die steigende Nachfrage gehört zu meinen besten Nachrichten zum Jahresende und motiviert zu mehr. Einige maledivische Kollegen sind ebenfalls an der Ausbildung interessiert, was zu noch mehr motiviert. Somit ist an dieser Stelle zum jetzigen Zeitpunkt alles gut, wenn ich den Blick nach vorn richte. Alte Hüte gehören in die Tonne, alte Zöpfe abgeschnitten und mühselige Wege verlassen und die eigene Wanderkarte bei Bedarf korrigiert. In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lieben - Ihr seid gemeint :-) - einen spaß- und freudeorientierten Rutsch in ein fantastisches neues Jahr 2013 sowie viele kreative Stunden in dieser spirituell bewegenden Zeit für eine gesunde Lebensentwicklung! Lasst es krachen! Das Leben ist kurz und ein Unikat!!!
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