Wednesday, June 06, 2012

Instructorkurs für Apnoetauchen und Freunde treffen

Mit einem kurzen Airberlin-Flug gen München und einer 2higen Bahnfahrt bis Übersee erreichte ich Biggi, meine lustige Freundin seit Bonaire-Zeiten, um mir Ihr das Wochenende zu verbringen. Lange war das letzte Treffen her und ich erholte mich sofort in ihrer Gesellschaft nach dieser grauen frustrierenden Berlinzeit. Die Stimmungsaufhellung war mir sehr willkommen, da ich am Montag meinen Kurs für den Freediving Instructor beginnen sollte. Da brauchte ich meine Konzentration und meine übliche gute Laune. Na, da war der Besuch bei Biggi doch die perfekte Vorbereitung! Fröhlich tuckerten wir durch die Postkartenlandschaft bis Berchtesgaden herum und schafften es sogar, ihr aus dem Tierheim ein kleines Kätzchen zu beschaffen, das ein sehr schönes Zuhause auf dem Land bei ihr haben würde. Dort betonte man uns gegenüber, dass es nur kleine Kater aus diesem Wurf zur Verfügung gäbe. Was uns dazu veranlasste, über passende Jungennamen für den kleinsten und niedlichsten Tiger aus der Bande zu suchen. Später sollte ich erfahren, dass der kleine Kater eine Katze war und nun den Namen Lotti bekommen hatte! Tierheimpersonal: Ihr solltet schon mal lernen, den Unterschied zwischen Kater und Katze festzustellen.... Nun denn, Biggi war dies umso mehr recht und genießt nun die kleine Gesellschaft, die sich wohl bisher sehr gut benimmt und keine wilden Kratzanfälle zu Tage treten lässt....toi, toi, toi!

Am Sonntag fuhren wir gemeinsam nach München, um unseren lieben Kitsurffreund Jörg zum Frühstück zu treffen. Jörg ist immer ein Treffen wert, da er zu einer seltenen Kategorie "netter, hilfsbereiter, sozialer, lieber und doch sportlicher, ansehnlicher Mann" gehört. Er ist eine gute Gesellschaft und wir mochten ihn schon seit El Goune, Ägypten, wo wir ihn kennengelernt hatten. Damals gab ich ihm ein Zimmer meiner 3-Zimmer-TV-Sendungswohnung ab und wir vereinbarten nun gegenseitige Wohnmöglichkeiten in München oder Berlin. Nach 2h stand seine Entscheidung fest, doch zum Kiten an den Ammersee zu fahren und Biggi und ich machten uns zum Bahnhof auf. Bis 20 Uhr sollte ich immerhin noch in Lindau am Bodensee im Hotel einchecken, um dort am Montag meinen Instructorkurs bei Andreas Falkenroth zu beginnen. Ich freute mich schon die ganze Zeit darauf. So ging alles Schlag auf Schlag. Schnell parken, im Bahnhof noch Reiseproviant besorgen, zum Zug laufen, Platz finden und los gings schon. Laute Studenten nervten im Abteil die ersten 2h, noch lautere total betrunkene Bayern auf Männersauftour für die letzte Stunde bis Lindau machten die Fahrt kaum erträglicher. Ich erinnerte mich an Bayerns Wahlspruch, dass Bier hier als Nahrungsmittel gehandelt wird und nicht als alkoholisches Getränk. Die Dunkelziffer an Alkoholikern dürfte somit nicht geringer sein als anderswo.

In Lindau angekommen, enpfing mich der Bodensee unter einer dicken Wolkendecke mit prasselndem Regen und Temperaturen, die mich nicht vorstellen ließen, in ihm tauchen zu können. Schon gar nicht Apnoe! Aber darüber wollte ich noch gar nicht nachdenken und machte mich mit dem Bus in mein Garni Hotel auf.

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